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Das Altern des
Mannes
Ach, wir Männer haben es
schwer,
wenn wir altern, mehr und mehr!
Früher waren wir, im Vertrauen,
ja immer schöner als die Frauen.
Auch wird der Mann ein bisschen
pampig
und so wie ich, auch langsam
schlampig.
Dann ist es aus mit Sex und
Saufen,
du kannst dir nicht einmal die
Haare raufen.
Vorne grau und hinten kahl
und die Jugend war einmal.
Haare wachsen aus den Ohren,
der Geruchssinn geht verloren.
Dafür hast du schwer zu kämpfen,
um den Nasensaft zu dämpfen,
der sich an den Spitzen sammelt
und in Tropfen runterbammelt.
Flach und kahl liegt die Pupille
trotz der scharf geschliffnen
Brille.
Deine Zähne werden lose,
denn du hast Paradontose.
Schmerzhaft, wie sie einst
gekommen,
werden sie herausgenommen.
Und das künstliche Gebiss
ist sehr oft ein Hindernis.
Im Profil bist du sehr kläglich,
denn dein Bauchumfang wächst
täglich.
Und der kleine Nabelfleck
liegt ganz tief und voller
Dreck.
Aber südlich von dem Nabel
bist du auch nicht mehr
passabel.
Unten wird die Bauchhaut faltig,
der Urin ist zuckerhaltig.
Der Popo, einst straff und rund,
leidet stark an Muskelschwund.
Ja, des Mastdarms welke Falten
können kaum die Sch... halten.
Und wenn dann einmal ein Wind
entfleucht,
wird das Hemd auch meistens
feucht.
Nächtlich stören deinen Frieden
walnussgroße Hämorrhoiden.
Und die einst mobile gute
sogenannte Wünschelrute
hängt nur noch als schlapper
Schlauch
unterm faltenreichen Bauch.
Ihre Schwellung hat nach oben
sich zu einem Nichts verschoben.
Und sie ist an dieser Stelle
keine reine Freudenquelle.
Ja, die holde Weiblichkeit
wittert das und weiß Bescheid,
schmunzelt und kommt zu dem
Schluss,
der ist sittsam, weil er muss!
Weiter unten, nicht zu
schildern,
fehlt es nicht an bunten
Bildern.
Wo der Hüftknochen mündet,
ist der Ischiasnerv entzündet.
Von den Knien bis zu den Haxen
sind Krampfadern gewachsen.
Borsten hast du an den Waden,
die auch deiner Schönheit
schaden.
Dazu kommen in der Regel
auch noch eingewachsene Nägel.
Obendrauf noch Hühneraugen,
die zum Fußball nicht mehr
taugen.
Und da fragt manch braver
Falter:
"Bin ich noch rüstig für mein
Alter?"
Dabei ist der Arsch ein Filz,
wurmstichig wie ein Fliegenpilz.
Wer das weiß, was ihm noch
droht,
schießt sich lieber selber tot.
Weil die Frauen jetzt so
gelacht,
nun, da habe ich mir gedacht,
wenn auch sie ein bisschen älter
und vielleicht schon etwas
kälter
auch nicht mehr vor Schönheit
strotzen,
wenn sie durch die Gegend
klotzen.
Augenaufschlag zieht nicht mehr
und so ruht auch der Verkehr.
Auf dem Kopfe, welche Tücke,
tragen manche eine Perücke.
Nur zu Hause dann, oh Watze,
trägt sie offen ihre Glatze.
Und der Teint, der so gepflegt,
der die Männer oft erregt,
ist dahin, an Stelle det
sind jetzt Falten oder Fett.
Trotz Goldzahn und solider
Brücke
ist der Mund nur noch eine
Lücke.
Und statt süßem Wortgesäusel
"liebes Mädel, liebes Mäusel"
spricht sie jetzt in jedem Falle
etwas lauter und spritzt Galle.
Ja, was sollen die Männer
machen?
Nur noch denken: "Alter
Drachen!"
Wo bei ihr auch noch vor Jahren
stolze Höhepunkte waren
ist jetzt alles, ei verdamm
mich,
elastisch, dehnbar, lang und
schwammich.
Diese Sachen, weiß ein jeder,
eignen sich als Abziehleder.
Darum macht stets den Halter
dran,
denn bei Bodenfrost, da frieren
sie an.
Das Bäuchlein wurde bald ein
Bauch,
schön fett und faltig ist er
auch.
Und er verdeckt bei dieser
Masche
die braune alte Ledertasche.
Es sei gesagt - und zwar zur
Schur -
hier lohnt sich keine
Nacktkultur.
Denn dieser Teil, einst
auserkoren,
hat seine Hauptfunktion
verloren.
Das Schönste aber war, ohoo,
beim Laufen wippend der Popo.
Verführerisch ist er gewesen,
jetzt ist er herrlich
breitgesessen.
Das Wippen wurde bald zum | | | | | |