| |  |  |  | | | | KDs Funtexte, Spass mit Niveau, kurz, knackig, unterhaltsam. | |
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Helden |
Bösewichte |
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Filmhelden müssen
prinzipiell nie auf die Toilette.
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Eine Filmheldin,
die 10 Meilen durch das Meer geschwommen, 50
Meilen durch die Wüste gekrochen und im
Dschungel nur mit einer Nagelfeile bewaffnet mit
einem Tiger gekämpft hat, sieht immer noch aus,
als könnte sie ohne nachzuschminken auf eine
Coktail-Party gehen.
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Ein Filmheld kann
Hunderte von Schlägen einstecken, von denen
jeder einzelne unter normalen Umständen einen
ausgewachsenen Ochsen getötet hätte.
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Bekommt der Held
eine Flasche über den Schädel gezogen, dann
zerbricht nur die Flasche und nicht der Schädel.
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Nach dem Genuß
von zwei Flaschen Vodka benötigt ein Filmheld
nur 5 Minuten, um wieder nüchtern zu werden.
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Trifft der
Filmheld auf einen Sterbenden, so ist dieser
noch in der Lage, "Krieg und Frieden" komplett
zu rezitieren. Er stirbt erst, wenn er den Namen
des Mörders nennen soll.
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Filmhelden können
die ganze Zeit bis zum Hals in eiskaltem Wasser
stehen und bekommen nicht einmal einen
Schnupfen. Wenn ein Filmheld jedoch hustet ist
es ein sicheres Zeichen dafür, dass er bald
sterben wird.
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Selbst im
dicksten Feierabendverkehr ist der Held mit dem
Auto schneller als der Bösewicht mit der U-Bahn.
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Filmhelden haben
nie angeborene körperliche Gebrechen.
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Helden erleiden
immer nur einen Streifschuß am Oberarm oder
einen Steckschuß im Oberschenkel - selbst wenn
der Bösewicht den Schuß aus drei Meter
Entfernung aus einer Panzerhaubize abgefeuert
hat.
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Ist ein Held auf
Reisen, dauert es nur wenige Minuten, bis er in
eine Schlägerei oder eine Entführung verwickelt
wird.
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Betritt der Held
eine Bar, dann fragt er entweder nach einer
Milch oder bestellt einen doppelten Whiskey, den
er in einem Schluck austrinkt. Doch egal, was er
auch bestellt, nach spätestens 2 Minuten ist er
in eine Schlägerei verwickelt, bei der
garantiert der Spiegel, das Treppengeländer und
einige Flaschen, Tische und Stühle zu Bruch
gehen werden.
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Der Held reißt
immer alle Traumfrauen auf, auch wenn er selber
aussieht wie eine Kreuzung aus Frankensteins
Monster auf Entzug und Alfred Biolek auf
Tuntenball.
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Schlägt der Held
einen Soldaten, Wächter oder anderen
uniformierten Lakeien des Gegners nieder, dann
passen ihm dessen Klamotten wie maßgeschneidert.
Mit dieser Verkleidung kann er sich unerkannt im
Hauptquatier des Gegners bewegen, ohne das ein
anderer Lakei den Austausch bemerkt.
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Helden können
mindestens 96 Stunden ohne Schlaf auskommen.
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Trifft der
Filmheld auf eine Frau, die ihn auf das Übelste
beschimpft, so braucht er sie nur zu küssen um
sie zum Schweigen zu bringen. Dabei kassiert er
nie eine Ohrfeige wie jeder andere
Normalsterbliche.
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Filmhelden in
Aktion können eine ganze Stadt in Schutt und
Asche legen und erhalten hinterher anstatt der
fristlosen Kündigung auch noch eine formelle
Belobigung von ihren Vorgesetzten.
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Filmhelden können
mit einer Kugel bis zu vier Bösewichter töten.
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Gibt es einen
Ort, wo Held und Schurke aufeinandertreffen
könnten, dann verpasst der Held den Schurken
immer nur um wenige Sekunden.
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Dem Helden stehen
immer schöne Frauen zur Seite, die Heldin
hingegen ist einsam und stark.
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Einem Helden kann
man im offenen Kampf einen Amboss gegen den
Schädel werfen, ohne das dieses Folgen für seine
Kraft oder Geistesgegenwart hätte. Eine aus dem
Hinterhalt auf den Hinterkopf geschlagene
Flasche hat jedoch sofortige Bewußtlosigkeit zur
Folge.
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Der Held kann nur
mit einer Wasserpistole bewaffnet eine mit
Maschinengewehren, Flammenwerfern und Granaten
ausgerüstete Armee aufhalten.
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Stürzt ein Held
tödlich getroffen zu Boden, dann hatte er zuvor
garantiert eine kugelsichere Weste angelegt.
Selbst wenn aus 50 Maschinengewehren Salven auf
ihn abgefeuert werden, trift keine Kugel die
Arme, Beine oder den Kopf.
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Trifft der
Serienheld auf eine Frau, in die er sich
unsterblich verliebt und sich beruht diese Liebe
auch auf Gegenseitigkeit, dann faßt die Geliebte
gegen Ende der Folge den Entschluß, doch den Job
in Borneo anzunehmen, um dort verwaiste
Tiegerbabys im Dschungel großzuziehen.
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Heiratet ein
Held, so wird seine Frau drei Tage nach der
Eheschließung von einem irren Terroristen
erschossen.
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Wenn der Held
einen wichtigen Zeugen verhört, steht dieser
immer mit dem Rücken zu einem Fenster, um so im
richtigen Moment von einem Auftragskiller im
Nachbargebäude erschossen zu werden.
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Auch wenn der
Held sich schon seit 10 Wochen durch den
Dschungel von Borneo kämpft, bleibt seine
Gesichtsbehaarung auf perfekter
Drei-Tage-Bart-Länge.
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Jeder Held trägt
ein psychisches Problem mit sich rum: Er ist
entweder geschieden und hat die Trennung noch
nicht überwunden oder er wird durch ein altes
Trauma gequält, z.B. der Tod aller
Familienangehöriger oder alte Kriegserlebnisse.
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Ein Agent, der 5
Jahre in der Gefangenschaft des Feindes war und
dabei total umgedreht wurde, braucht nur 30
Sekunden mit dem Helden zu sprechen, um wieder
normal zu werden.
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Sobald der
Vorgesetzte des Helden die Worte 'Die Aktion
wurde sorgfältig geplant, wir haben alles unter
Kontrolle' ausspricht, wird der Held
fürchterlich in Schwierigkeiten geraten.
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Nach
Gefangennahme des Helden erzählt ihm der
Bösewicht erst einmal seine halbe
Lebensgeschichte, anstatt ihn einfach umzulegen.
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Nachdem er seine
Lebensbeichte abgelegt hat, offenbart der
Bösewicht vor dem Helden auch noch seine
sämtlichen weiteren Pläne. Meist offenbart der
Bösewicht bei der Gelegenheit auch seine einzige
Schwachstelle.
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Sind
Lebensgeschichte & Pläne hinreichend erläutert
worden, wird der Held immer noch nicht
erschossen. Statt dessen wird er in eine
komplizierte Tötungsmaschinerie oder
Tötungskammer gesteckt, aus der er in der Regel
immer entkommen kann.
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Selbst wenn der
Held gegen 50 Mießlinge kämpfen muß, greifen
diese ihn immer nur nacheinander an. Die nicht
im Kampf involvierten Bösewichter warten so
lange, bis ihr Kollege K.O. gegangen ist und
stürzen sich erst dann auf den Helden.
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Selbst ein
20-jähriger Bösewicht zieht langsamer als ein
90-jähriger, bettlägeriger und gichtgeplagter
Filmheld.
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Obwohl der
Bösewicht davon überzeugt ist zu siegen, hat er
einen Fluchtplan bereit liegen.
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Filmbösewichter
können mit riesigen finanziellen, materiellen
und personellen Aufwand quadratkilometergroße
unterirdische Festungen bauen, ohne das das
irgendjemanden auffällt.
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Bösewichter
greifen nur an, wenn es am Kampfplatz genügend
Spiegel, Glasscheiben und Treppengeländer gibt,
die zu Bruch gehen können. Stühle zerbrechen am
Rücken oder Hinterkopf des Gegners auch dann,
wenn sie aus massiven Eichenholz gefertigt sind.
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Filmbösewichter
gucken immer so verkniffen, als ob sie nicht
mehr kacken könnten.
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Verlasse dich nie
darauf, das der Bösewicht wirklich tot ist. Die
meisten Oberfieslinge haben die Neigung, nach
einem halbstündigen Kampf, wenn von 20 Kugeln
und 80 Messerstichen durchlöchert reglos am
Boden liegen, genau in dem Augenblick effektvoll
mit einem Urschrei aufzuspringen, wenn der Held
sich gerade umdreht um seine Partnerin zu
umarmen. Danach kann er entweder noch eine halbe
Stunde mit unvermindeter Kraft weiterkämpfen
oder wird Sekunden später von einer dritten
Person entgültig erschossen.
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Mitwisser mit
Gewissensbissen statten dem Bösewicht immer
einen Besuch ab, um ihm mitzuteilen, dass sie
nun alles, aber auch wirklich alles der Polizei
erzählen werden. Nach der Beichte werden sie vom
Bösewicht umgelegt.
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Richtig fiese
Bösewichter tragen auch nachts noch eine
Sonnenbrille.
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Macht ein
Aushilfsschurke einen Fehler, wird er sofort vom
Oberbösewicht getötet. Trotzdem hat dieser keine
Probleme, weiterhin Nachwuchs für seine Truppe
zu rekrutieren.
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Der Oberbösewicht
tötet immer alle seine Komplizen, um die Beute
für sich allein zu haben.
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Der Oberschurke
wird immer von einem Oberbodyguard beschützt,
der aussieht, als ob er schon seit 10 Jahren
unter Verstopfung leidet.
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Ist der Bösewicht
gerade im Begriff, den Helden zu erschießen, so
wird er im letzten Moment von Hinten von einer
Person erschossen, die sich im bisherigen
Filmverlauf noch nicht profilieren durfte.
Selbst wenn die Kugel seinen Schädel durchdrang,
hat der Schurke noch genug Zeit, einen
ungläubigen Gesichtsausdruck aufzusetzen und
dann anschließend dramatisch zu Boden zu sinken.
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Stützt ein
Schurke von einer Klippe, Hochhaus, Flugzeug
oder wasauchimmer in die Tiefe, so wird er einen
mindestens dreißigsekündigen Todesschrei zu
besten geben, selbst wenn er taubstumm war und
von einer Kugel in die Lunge getroffen wurde.
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Zeugen, die im
Hauptquatier des Bösewichtes dessen Geheimpläne
belauschen können, versuchen nie, sich möglichst
schnell in Sicherheit zu bringen. Statt dessen
rufen sie den Helden von einem Telefon aus an,
dass sich direkt neben dem Zimmer befindet, in
dem sich der Bösewicht mit seinem gesamten
Killerstab aufhält. Trotz des Risikos ist die
Nachricht anscheinend nicht so dringend, da er
sie nicht sofort am Telefon weitergeben möchte.
Statt dessen vereinbart er mit dem Helden ein
Treffen Stunden später an einem sicheren Ort,
z.B. um Mitternacht im Central Park. Daraufhin
wird er vom Bösewicht ertappt und erschossen.
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Zeugen, die vom
Bösewicht tödlich verletzt wurden, können sich
noch 200 km zu Fuß bis zu der Wohnung des Helden
schleppen, um dort auf der Türschwelle
zusammenzubrechen und mit den Worten: 'Ich muß
sie vor *Röchel, Hust, Spuck* warnen' zu
sterben.
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Schurken können
in der Innenstadt 10 Minuten aus allen Rohren
ballern und danach noch mit gezückten Waffen
einen halbstündigen Kriegsrat abhalten, ohne das
ein Polizeifahrzeug auftaucht. Anschließend
können sie problemlos den Tatort und die Stadt
verlassen, ohne in eine Polizeisperre zu
geraten.
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Ein
ungeschriebenes Gesetz besagt, dass Helden und
Bösewichter bei Schießereien die Fensterscheiben
mit dem Pistolengriff einzuschlagen haben. Es
scheint verpönt zu sein, ein Fenster auf
normalen Wege zu öffnen.
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Alle
Auftragskiller sind so gut, dass sie ohne
Vorbereitung und bei Windstärke zehn von einem
Hochhausdach ihr im gegenüberliegenden Gebäude
hinter einer Doppelverglasung stehendes Opfer
genau in den Hinterkopf treffen können.
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Wenn der Gehilfe
des Oberschurken arm-, bein- oder
kieferamputiert ist, dann schränkt ihn seine
Behinderung keineswegs ein. Ganz im Gegenteil:
Seine künstlichen Gliedmaßen verfügen über mehr
Funktionen als ein Schweizer Armeetaschenmesser
und sind so robust gebaut, das mit ihnen
problemlos Stahlplatten durchschnitten oder
ganze Wälder gerodet werden können.
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